Einen Stammbaum zu erstellen klingt nach einer Mammutaufgabe, ist aber im Grunde nur eine geordnete Art, aufzuschreiben, was Ihre Familie ohnehin schon halb erinnert. In der richtigen Reihenfolge angegangen, baut sich vieles fast von selbst auf. Hier ist das Vorgehen, das Ahnenforscher tatsächlich nutzen – und wie daraus eine Tafel wird, die Sie gern an die Wand hängen.
Die goldene Regel: vom Bekannten zum Unbekannten
Die wichtigste Gewohnheit der Genealogie lautet: von sich selbst aus rückwärts arbeiten. Beginnen Sie mit Fakten, die feststehen, und lassen Sie jede Generation zur nächsten führen. Es ist verlockend, gleich zur Ururgroßmutter zu springen, die angeblich aus altem Adel stammte – doch jeder ungeprüfte Sprung birgt das Risiko, den falschen Ast an Ihren Baum zu pfropfen. Ein Glied nach dem anderen hält Sie ehrlich.
Was Sie zu jeder Person sammeln sollten
Ein Stammbaum ist nur so nützlich wie die Angaben hinter jedem Namen. Versuchen Sie, zu jeder Person festzuhalten:
- Vollständiger Name – bei verheirateten Frauen auch der Geburtsname, denn er ist der Schlüssel zu ihren eigenen Eltern.
- Daten – Geburts-, Heirats- und Sterbejahr. Ungefähr genügt; notieren Sie „um 1890“ statt das Feld leer zu lassen.
- Orte – Ort und Land jedes Ereignisses. Ortsangaben öffnen die richtigen Quellen und unterscheiden Ihren Müller von den tausend anderen.
- Quellen – schon „aus Großmutters Brief“ macht aus einer Behauptung einen Beleg.
Sprechen Sie zuerst mit den Älteren
Von allen Ihren Quellen hat eine ein Verfallsdatum: die lebendige Erinnerung. Ihre ältesten Verwandten kennen Namen, Spitznamen, Familiengeschichten und wissen, in welchem Schuhkarton die alten Fotos liegen – Dinge, die kein Archiv je haben wird. Besuchen oder rufen Sie sie früh an. Zeichnen Sie das Gespräch auf, wenn es ihnen recht ist, und bitten Sie darum, Dokumente und Fotos gleich vor Ort abzulichten – Originale haben die Angewohnheit zu verschwinden.
Die Ahnentafel: das nummerierte Gerüst
Viele suchen nach einer „Ahnentafel Vorlage“, ohne zu wissen, dass dahinter ein einfaches, jahrhundertealtes System steckt. Bei einer Ahnentafel bekommt jede Person eine feste Nummer:
- Sie selbst sind die Nummer 1.
- Ihr Vater ist die 2, Ihre Mutter die 3.
- Die Großeltern väterlicherseits sind 4 und 5, mütterlicherseits 6 und 7 – und so weiter.
Die Regel dahinter ist elegant: Jeder Vater trägt die doppelte Nummer seines Kindes, jede Mutter diese Zahl plus eins. Dadurch weiß man bei jeder Nummer sofort, um wen es geht, selbst wenn die Tafel über sechs Generationen reicht. Eine Ahnentafel zeigt dabei immer nur Ihre direkten Vorfahren – Geschwister, Tanten und Onkel gehören in einen breiteren Familienstammbaum, nicht in die Ahnenlinie.
Bauen Sie es kostenlos, exportieren Sie, wenn es bereit ist
Öffnen Sie den Editor und fügen Sie Ihre Personen einzeln hinzu – oder springen Sie nach vorn und importieren Sie eine GEDCOM-Datei aus Ancestry, MyHeritage, FamilySearch, Gramps oder RootsMagic. Ihr ganzer Baum erscheint in Sekunden. Wählen Sie ein Thema, legen Sie die Zahl der Generationen fest und sehen Sie sich die Tafel am Bildschirm an – alles kostenlos und ohne Konto.
Kindred zeichnet dabei zwei Layouts aus denselben Daten: den Fächer (Fan Chart), der die Vorfahren in farbigen Bändern auffächert und ab vier Generationen elegant bleibt, sowie die klassische Ahnentafel von links nach rechts. Sie müssen sich nicht vorab festlegen – wechseln Sie das Layout, wann immer Sie möchten.
Ist die Tafel bereit für den Rahmen, gibt Ihnen der einmalige Export-Freischalter für 29 $ eine druckreife, wasserzeichenfreie PNG- oder PDF-Datei – samt großer Posterformate – dazu die Premium-Themes und einen GEDCOM-Export, damit Ihre Daten immer Ihnen gehören.
Lassen Sie ihn wachsen
Ein Stammbaum ist nie wirklich fertig – und genau das ist das Schöne daran. Lassen Sie Lücken, wo Sie unsicher sind, kehren Sie mit neuen Fragen zu Ihren Älteren zurück und ergänzen Sie eine Generation, sobald eine neue Tatsache auftaucht. Beginnen Sie mit den Menschen, die Sie heute kennen, und lassen Sie die Tafel mit Ihnen wachsen.