In der Ahnenforschung ist die Ahnentafel die wohl bekannteste Darstellung: eine geordnete Übersicht, die von einer einzigen Person ausgeht und nur deren Vorfahren auflistet. Sie ist seit Generationen das Standardwerkzeug, um eine Abstammung sauber festzuhalten — und sie hat eine bestechend logische Nummerierung, die ihr ganzer Charme ist.
Was eine Ahnentafel zeigt
Eine Ahnentafel ist eine Vorfahrentafel. Sie zeigt ausschließlich die direkte Linie — die Menschen, von denen du abstammst:
- deine Eltern,
- deren Eltern (deine Großeltern),
- deren Eltern (deine Urgroßeltern), und so weiter.
Geschwister, Tanten, Onkel, Cousinen und Nachkommen bleiben bewusst außen vor. Genau diese Beschränkung ist der Sinn: Die Tafel beantwortet eine Frage sauber — von wem stamme ich ab? — ohne dass das Diagramm in Hunderte Verwandte zerfasert.
Die Sosa-Stradonitz-Nummerierung
Das Herzstück der Ahnentafel ist ihre Nummerierung, benannt nach Sosa und Stradonitz (oft auch Kekulé-Nummerierung genannt). Die Regel ist denkbar einfach:
- Der Proband — die Ausgangsperson — erhält die Nr. 1.
- Der Vater jeder Person bekommt die doppelte Nummer.
- Die Mutter bekommt die doppelte Nummer plus eins.
Daraus folgt: Der Vater von Nr. 1 ist Nr. 2, die Mutter Nr. 3. Deren Väter sind 4 und 6, deren Mütter 5 und 7. Ein praktischer Nebeneffekt: Mit Ausnahme der Nr. 1 sind alle Männer gerade und alle Frauen ungerade nummeriert — und die Nummer einer Person verrät sofort, in welcher Linie sie steht.
Was in jeden Eintrag gehört
Eine nützliche Ahnentafel hält mehr fest als nur Namen. Pro Person notieren Forschende:
- Vollständiger Name (bei Frauen einschließlich des Geburtsnamens),
- Geburt — Datum und Ort,
- Heirat — Datum und Ort,
- Tod — Datum und Ort.
Gerade die Orte zahlen sich später aus: „geboren 1898 in Köln" gibt der nächsten Recherche einen Anhaltspunkt, „geboren 1898" allein führt ins Leere.
Ahnentafel oder Fächerdiagramm?
Eine Ahnentafel und ein Fächerdiagramm zeigen dasselbe — deine direkten Vorfahren — in zwei Formen:
- Die klassische Ahnentafel ist tabellarisch und liest sich von links nach rechts. Vertraut, formal, ideal für vier bis fünf Generationen auf einer Seite.
- Das Fächerdiagramm legt dieselben Vorfahren in farbige Generationsringe um einen Halbkreis. Weil jeder Ring mehr Platz hat, passen fünf oder sechs Generationen lesbar auf eine Seite — und es sieht aus wie ein Wandbild.
In Kindred gibst du deine Familie einmal ein und wechselst frei zwischen beiden, denn beide entstehen aus demselben Baum.
Eigene Ahnentafel erstellen
Trage deine Vorfahren im kostenlosen Editor ein oder importiere eine GEDCOM-Datei aus Ancestry, MyHeritage, FamilySearch, Gramps oder RootsMagic — die ganze Linie ordnet sich automatisch. Vorschau und Bearbeitung sind kostenlos und ohne Konto, deine Daten bleiben privat in deinem Browser. Ein einmaliger Export-Freischaltcode für 29 $ — niemals ein Abo — liefert eine druckfertige, wasserzeichenfreie Tafel in Postergröße.