Die Ahnentafel verständlich erklärt

Die Ahnentafel ist das klassischste Dokument der Ahnenforschung — eine geordnete Übersicht deiner direkten Vorfahren, Generation für Generation, mit einer eigenen logischen Nummerierung. Hier erfährst du, was sie zeigt, wie die Kekulé- bzw. Sosa-Stradonitz-Nummern funktionieren und wie du deine eigene kostenlos erstellst.

Kostenlos erstellen · einmalig 29 $ zum Export

Eleanor Hartwell1988–James Hartwell1959–2021Margaret Whitfield1961–Walter Hartwell1931–2009Doris Bennett1934–2018Henry Whitfield1929–1998Rose Maddox1936–2011The Hartwell Family
Pedigree chart — built free in Kindred

In der Ahnenforschung ist die Ahnentafel die wohl bekannteste Darstellung: eine geordnete Übersicht, die von einer einzigen Person ausgeht und nur deren Vorfahren auflistet. Sie ist seit Generationen das Standardwerkzeug, um eine Abstammung sauber festzuhalten — und sie hat eine bestechend logische Nummerierung, die ihr ganzer Charme ist.

Was eine Ahnentafel zeigt

Eine Ahnentafel ist eine Vorfahrentafel. Sie zeigt ausschließlich die direkte Linie — die Menschen, von denen du abstammst:

  • deine Eltern,
  • deren Eltern (deine Großeltern),
  • deren Eltern (deine Urgroßeltern), und so weiter.

Geschwister, Tanten, Onkel, Cousinen und Nachkommen bleiben bewusst außen vor. Genau diese Beschränkung ist der Sinn: Die Tafel beantwortet eine Frage sauber — von wem stamme ich ab? — ohne dass das Diagramm in Hunderte Verwandte zerfasert.

Die Sosa-Stradonitz-Nummerierung

Das Herzstück der Ahnentafel ist ihre Nummerierung, benannt nach Sosa und Stradonitz (oft auch Kekulé-Nummerierung genannt). Die Regel ist denkbar einfach:

  1. Der Proband — die Ausgangsperson — erhält die Nr. 1.
  2. Der Vater jeder Person bekommt die doppelte Nummer.
  3. Die Mutter bekommt die doppelte Nummer plus eins.

Daraus folgt: Der Vater von Nr. 1 ist Nr. 2, die Mutter Nr. 3. Deren Väter sind 4 und 6, deren Mütter 5 und 7. Ein praktischer Nebeneffekt: Mit Ausnahme der Nr. 1 sind alle Männer gerade und alle Frauen ungerade nummeriert — und die Nummer einer Person verrät sofort, in welcher Linie sie steht.

Was in jeden Eintrag gehört

Eine nützliche Ahnentafel hält mehr fest als nur Namen. Pro Person notieren Forschende:

  • Vollständiger Name (bei Frauen einschließlich des Geburtsnamens),
  • Geburt — Datum und Ort,
  • Heirat — Datum und Ort,
  • Tod — Datum und Ort.

Gerade die Orte zahlen sich später aus: „geboren 1898 in Köln" gibt der nächsten Recherche einen Anhaltspunkt, „geboren 1898" allein führt ins Leere.

Ahnentafel oder Fächerdiagramm?

Eine Ahnentafel und ein Fächerdiagramm zeigen dasselbe — deine direkten Vorfahren — in zwei Formen:

  • Die klassische Ahnentafel ist tabellarisch und liest sich von links nach rechts. Vertraut, formal, ideal für vier bis fünf Generationen auf einer Seite.
  • Das Fächerdiagramm legt dieselben Vorfahren in farbige Generationsringe um einen Halbkreis. Weil jeder Ring mehr Platz hat, passen fünf oder sechs Generationen lesbar auf eine Seite — und es sieht aus wie ein Wandbild.

In Kindred gibst du deine Familie einmal ein und wechselst frei zwischen beiden, denn beide entstehen aus demselben Baum.

Eigene Ahnentafel erstellen

Trage deine Vorfahren im kostenlosen Editor ein oder importiere eine GEDCOM-Datei aus Ancestry, MyHeritage, FamilySearch, Gramps oder RootsMagic — die ganze Linie ordnet sich automatisch. Vorschau und Bearbeitung sind kostenlos und ohne Konto, deine Daten bleiben privat in deinem Browser. Ein einmaliger Export-Freischaltcode für 29 $ — niemals ein Abo — liefert eine druckfertige, wasserzeichenfreie Tafel in Postergröße.

Frequently asked

Was ist eine Ahnentafel?+
Eine Ahnentafel ist eine Vorfahrentafel: Sie zeigt eine Person — den Probanden — und ausschließlich ihre direkten Vorfahren, also Eltern, Großeltern, Urgroßeltern. Geschwister, Cousinen und Nachkommen bleiben bewusst weg, damit die direkte Linie klar bleibt.
Wie funktioniert die Nummerierung in der Ahnentafel?+
Nach dem System von Sosa-Stradonitz (auch Kekulé-Nummerierung) trägt der Proband die Nummer 1. Der Vater jeder Person hat die doppelte Nummer, die Mutter die doppelte Nummer plus eins. So ist der Vater von Nr. 1 die Nr. 2, die Mutter die Nr. 3, deren Väter 4 und 6, und so weiter. Außer der Nr. 1 sind alle Männer gerade und alle Frauen ungerade nummeriert.
Was ist der Unterschied zwischen Ahnentafel und Stammbaum?+
Eine Ahnentafel geht von einer Person aus und zeigt nur deren Vorfahren — sie wird nach oben schmaler in der Zeit, aber breiter in der Zahl. Ein Stammbaum kann im Alltag auch Nachkommen und die ganze Verwandtschaft umfassen. Jede Ahnentafel ist also eine spezielle, auf die direkte Linie beschränkte Form.
Wie viele Generationen umfasst eine Ahnentafel?+
Auf einer Seite sind vier bis fünf Generationen üblich. Darüber hinaus wird die klassische Tabelle schnell breit; ein Fächerdiagramm hält dieselben Vorfahren auf einer Seite lesbar, weil jeder Ring mehr Platz bietet.
Kann ich eine Ahnentafel kostenlos erstellen?+
Ja. Im Kindred-Editor gibst du deine Vorfahren ein oder importierst eine GEDCOM-Datei und siehst die Tafel kostenlos und ohne Konto auf dem Bildschirm. Erst für den druckfertigen Export zahlst du einmalig 29 $ — kein Abo.

Build your family tree free.

Kostenlos erstellen · einmalig 29 $ zum Export