Erweiterte Editor-Werkzeuge

Dieser Abschnitt beschreibt die Werkzeuge des StitchKit-Editors für fortgeschrittenes Digitalisieren, Schneiden/Teilen und die Produktion. Die meisten dieser Werkzeuge setzen einen kostenpflichtigen Tarif voraus; bei jeder Überschrift geben wir an, welcher Tarif erforderlich ist. Tarife: Free (kostenlos), Starter, Pro, Ultimate. Sobald Sie ein gesperrtes Werkzeug antippen, leitet die App Sie zum Upgrade-Bildschirm (Paywall) weiter; keines Ihrer Designs geht dabei verloren.

Windows — Die Werkzeuge hier öffnen Sie über die obere Werkzeugleiste, das rechte Bedienfeld (die bei ausgewähltem Block eingeblendeten "Block Options") und über die Untermenüs (Sheets). Ist ein Werkzeug aktiv, erscheint rechts von der Leinwand das zugehörige Einstellungsbedienfeld.

Hinweis — Werkzeuge wie "Messer" / "Beschneiden" / "Schnittmenge", "Rhinestone", "Multi-Blend" und "Quilten" funktionieren ausschließlich bei pfadbasierten (path) Blöcken. Ein pfadbasierter Block ist ein Block, den Sie mit Bézier gezeichnet, mit "Zauberstab" / SVG importiert oder innerhalb der App digitalisiert haben. Wenn Sie eine Maschinendatei (DST/PES) direkt öffnen, enthalten deren Blöcke keinen Quellpfad; bei diesen Blöcken bleiben die Werkzeuge ausgegraut oder geben eine Warnung aus.

Zauberstab — Bereiche per Zauberstab aus einem Bild extrahieren

Der "Zauberstab" zerlegt ein Bitmap-Bild (Foto/Clipart) in Farbbereiche, um es mit einem Klick in eine Stickerei zu verwandeln. Er unterteilt das Bild in Farbbereiche (Buckets), wandelt die Silhouette jedes Bereichs in einen geschlossenen Pfad um und bereitet jeden Pfad als eigenen Farbblock für die Stickerei auf. Tarif: Pro.

  1. Importieren Sie ein Bild und öffnen Sie das Bedienfeld "Zauberstab".
  2. Stellen Sie die Anzahl der Farbbereiche ("Farbbereiche") ein. Faustregel: etwa 4–8 für Clipart, 8–12 für Fotos.
  3. Legen Sie die Vereinfachungstoleranz ("simplify") und die Zielbreite (mm) fest. Eine hohe Toleranz erzeugt einfachere, kantigere Konturen.
  4. Weisen Sie jedem Farbbereich einen Stichmodus (z. B. Füllung oder Kontur) und eine Fadenfarbe zu.
  5. Bestätigen Sie mit Anwenden; jeder Bereich wird als eigener Farbblock in Ihr Design eingefügt.

Tipp — Wenn Sie den Maßstab ändern möchten, können Sie das Design über die Option "Neu laden" des Bedienfelds mit einer anderen Zielbreite erneut tracen; Sie müssen die Bereiche nicht von Grund auf neu zuweisen.

Node Editor — Knoten-/Pfad-Editor

Mit dem "Node Editor" bearbeiten Sie die Knotenpunkte (Anker), aus denen ein Pfad besteht, visuell und direkt auf der Leinwand. Er öffnet sich über die Schaltfläche "Knoten bearbeiten" im Bedienfeld des Bézier-Pfadwerkzeugs; die Knoten des Pfads werden auf die Leinwand gelegt. Tarif: Pro (durchläuft dieselbe Schranke wie die Bézier-Pfadfunktion).

  1. Öffnen Sie das Bézier-Pfad-Bedienfeld und tippen Sie auf die Schaltfläche "Knoten bearbeiten"; das Untermenü schließt sich, und die Knoten erscheinen auf der Leinwand.
  2. Verschieben Sie einen Knoten durch Ziehen. Durch Klicken auf ein Segment können Sie einen neuen Knoten hinzufügen, einen Knoten löschen oder seinen Typ ändern.
  3. Bei jedem Loslassen (Pointer-Up) werden die Änderungen in die Punktliste des Pfads zurückgeschrieben; verlassen Sie den Editor jederzeit mit ESC, bleiben Ihre Bearbeitungen erhalten.
  4. Verlassen Sie den Editor über die Schaltfläche "Fertig" oben. Das Bézier-Untermenü öffnet sich erneut; wählen Sie hier einen Stichmodus und bestätigen Sie mit Anwenden.

Hinweis — Das Bearbeiten von Knoten verändert die Pfadgeometrie; die Stiche (Stitches) werden erst neu berechnet, wenn Sie im Bézier-Untermenü auf Anwenden tippen. Während der Bearbeitung sehen Sie die Stiche also nicht in Echtzeit, sondern erst nach dem Anwenden.

Messer / Beschneiden / Schnittmenge — Werkzeuge zum Teilen und Schneiden

Diese drei Werkzeuge teilen oder beschneiden einen ausgewählten pfadbasierten Block per Freihandzeichnung. Nach dem Auswählen des Werkzeugs ziehen Sie auf der Leinwand eine freie Linie/ein Polygon; beim Loslassen wird der Vorgang auf den ausgewählten Block angewendet. Tarif: Pro.

WerkzeugFunktion
"Messer" (Knife)Die von Ihnen gezeichnete Linie teilt den Block in zwei Teile; das Ergebnis sind zwei separate Blöcke.
"Beschneiden" (Trim)Entfernt den von Ihnen gezeichneten Bereich aus dem Block (löscht diese Fläche).
"Schnittmenge" (Intersect)Behält nur den Teil, in dem sich der gezeichnete Bereich und der Block überlappen.
  1. Wählen Sie den pfadbasierten Block, den Sie teilen möchten.
  2. Aktivieren Sie das Werkzeug "Messer", "Beschneiden" oder "Schnittmenge".
  3. Ziehen Sie die Schneide-/Beschneidelinie frei auf der Leinwand und lassen Sie los.
  4. Die entstehenden Teile werden mit dem aktuellen Stichmodus des Blocks neu gestickt und in Ihr Design eingefügt.

Hinweis — Berührt Ihre "Messer"-Linie den Block überhaupt nicht, bleibt das Ergebnis unverändert und Sie erhalten eine Warnung. Ist der ausgewählte Block nicht pfadbasiert (z. B. ein DST/PES-Import), funktioniert das Werkzeug nicht.

Applique — Applikations-Workflow

Das Werkzeug "Applikation" erzeugt aus einer einzigen Außenkontur eine klassische Applikation in drei Durchgängen. Jeder Durchgang ist ein eigener Farbblock, und die Maschine hält zwischen den Blöcken an; so kann der Bediener den Stoff auflegen und den Überstand abschneiden. Tarif: Starter.

  • 1. Placement (Platzierung): Ein leichter Geradstich, der zeigt, wo der Stoff aufgelegt werden soll.
  • 2. Tackdown (Fixierung): Der Stich, der den Applikationsstoff nach dem Auflegen fixiert.
  • 3. Abdecksatin (Cover satin): Ein breiter Satin, der die rohe Kante überdeckt. Dieser Durchgang wird mit der Rolle "Applikation" markiert; er deckt die darunterliegenden Stiche ab (die Bereinigung verdeckter Stiche wertet ihn als deckend).