Produktion & B2B-Werkzeuge
Mit den Werkzeugen in diesem Abschnitt sticken Sie ein Design nicht nur, sondern verwandeln es in geschäftliche Arbeitsschritte wie Serienproduktion, Kundenangebot/-freigabe und Werkstatt-Arbeitsaufträge. Alle sind in der Seite "Produktion" der App zusammengefasst: Klicken Sie im linken Menü auf den Eintrag "Produktion" (Drucker-Symbol). Nahezu alle diese Werkzeuge sind im Tarif Enterprise enthalten; in niedrigeren Tarifen erscheint der Eintrag gesperrt, und beim Anklicken öffnet sich der Upgrade-Bildschirm (Paywall).
Windows — Die Werkzeuge arbeiten mit dem gerade geöffneten Design (Muster). Öffnen Sie zuerst ein Design im Editor und wählen Sie dann das gewünschte Werkzeug auf der Seite "Produktion". Ist kein Design geöffnet, sehen Sie auf der jeweiligen Seite einen Hinweis wie "no pattern", und die Schaltflächen bleiben inaktiv.
Hinweis — Der Menüeintrag "Produktion" wird mit einem Schloss-Symbol angezeigt, wenn Ihr Tarif nicht Enterprise ist. Wenn Sie ein gesperrtes Werkzeug öffnen, geschieht nichts; es wird lediglich angezeigt, welcher Tarif erforderlich ist. In der Tabelle unten finden Sie die genaue Tarifzuordnung jedes Werkzeugs.
Welches Werkzeug, welcher Tarif?
| Werkzeug | Wofür es dient | Erforderlicher Tarif |
|---|---|---|
| "Stapel-Export" | Exportiert ein Design in einem Zug im Stapel in zahlreiche Maschinenformate | Enterprise |
| "Namen einfügen" | Erzeugt aus einer CSV-Liste einen personalisierten Dateisatz durch Einfügen von Namen/Texten | Enterprise |
| "Farbfilme" | Erzeugt ein Farbfilm-PDF mit einer eigenen Seite je Garnfarbe | Enterprise |
| "Arbeitsauftrag" | Erzeugt ein Produktions-Arbeitsauftrag-PDF für Werkstatt/Maschine | Enterprise |
| "Quote" (Kosten-/Angebotsrechner) | Berechnet die Kostenaufstellung des Designs und den Angebotspreis für den Kunden | Enterprise |
| "Freigabeformular" / "Freigabe-Link" | Erzeugt ein PDF oder einen teilbaren Weblink für die Kundenfreigabe | Enterprise |
Tipp — Die Reihenfolge der Werkzeuge auf der Seite folgt dem typischen Arbeitsablauf: Erstellen Sie zuerst mit "Quote" ein Angebot für den Kunden, holen Sie mit "Freigabeformular" die Freigabe ein und erzeugen Sie dann mit "Stapel-Export" / "Arbeitsauftrag" / "Farbfilme" die Werkstattausgabe.
Stapel-Export (Batch-Ausgabe)
Schreibt ein einzelnes Design gleichzeitig in mehrere von Ihnen gewählte Maschinenformate auf die Festplatte. Das erspart Ihnen das einzelne "Speichern unter", wenn verschiedene Kunden/Maschinen verschiedene Formate verlangen.
- Öffnen Sie das Design und wählen Sie auf der Seite "Produktion" das Werkzeug "Stapel-Export".
- Geben Sie im Feld "Design name" den im Dateinamen zu verwendenden Designnamen ein.
- Markieren Sie unter "Formate" die gewünschten Formate. Standardoptionen: DST, PES, JEF, VP3, EXP, XXX. Für weniger verbreitete Formate öffnen Sie den Abschnitt "Advanced formats" (SEW, SHV, U01 — diese sind als "experimental / experimentell" gekennzeichnet).
- Legen Sie mit "Naming template" das Muster für den Dateinamen fest. Verfügbare Platzhalter:
{designName},{ext},{stitchCount},{customerName},{date}(sowie ein formatiertes Datum wie{date:yyyyMMdd}). Das Standardmuster ist{designName}-{ext}. - Wählen Sie mit "Ausgabeordner" den Zielordner (standardmäßig "StitchKit Exports" unter Dokumente).
- Wählen Sie mit "Conflict policy", was bei einer gleichnamigen Datei geschehen soll: "Umbenennen" (foo.dst → foo (2).dst), "Überschreiben" oder "Überspringen".
- Bei Bedarf lassen Sie das Kästchen "Validate round-trip" aktiviert. Damit wird jede geschriebene Datei zurückgelesen und geprüft, ob die Stichzahl übereinstimmt.
- Klicken Sie auf die Schaltfläche "Run". Im unteren Bereich wird für jedes Format eine Statuszeile aufgelistet.
Windows — Die Status in den Ergebniszeilen: "Written" (geschrieben), "WrittenAndValidated" (geschrieben und validiert), "ValidationFailed" (Validierung fehlgeschlagen — meist eine Abweichung der Stichzahl), "Skipped" (übersprungen) und "Failed" (Fehler). Wenn Sie "ValidationFailed" sehen, wurde die Datei dennoch geschrieben; prüfen Sie die Ausgabe, bevor Sie sie an der Maschine ausprobieren.
Tipp — Die Round-Trip-Validierung prüft nur, ob die Anzahl der Stichpunkte innerhalb einer kleinen Toleranz (bis zu wenigen Stichen) erhalten bleibt; Farben oder Feineinstellungen werden nicht garantiert. Prüfen Sie die Ausgabe bei kritischen Aufträgen trotzdem.
Namen einfügen (Name Drop / Personalisierung aus CSV)
Erzeugt einen personalisierten Dateisatz im Stapel, indem dasselbe Design für jede Zeile einer CSV-Liste mit einem anderen Text (z. B. Spieler-/Mitarbeitername) neu erstellt wird. Ideal für Aufträge wie Teamtrikots, Namensschilder oder Uniformen.
- Öffnen Sie ein Design, das Textblöcke (Schrift) enthält. Enthält das Design keinen einzigen Textblock, gibt das Werkzeug den Hinweis "no text blocks" aus.
- Öffnen Sie auf der Seite "Produktion" das Werkzeug "Namen einfügen". Oben werden die Textblöcke des Designs aufgelistet.
- Geben Sie für jeden Textblock, den Sie variabel machen möchten, einen Platzhalterschlüssel ein (z. B.
playerName) und klicken Sie auf die Schaltfläche "Mark placeholder". Bei einer falschen Markierung machen Sie sie mit "Clear placeholder" rückgängig. Die markierten Schlüssel werden im Abschnitt "Placeholders found" gesammelt. - Wählen Sie im Bereich "CSV-Datei" Ihre CSV-Datei aus. Die erste Zeile wird als Kopfzeile (Spaltennamen) gelesen; diese Spaltennamen müssen mit den Platzhalterschlüsseln übereinstimmen. Für die ersten 5 Zeilen wird eine Vorschautabelle angezeigt.
- Geben Sie die Einstellungen für "Ausgabeordner" (Zielordner) und "Dateinamen-Vorlage" (Dateinamenmuster, z. B.
{playerName}-{ext}) ein. Die Platzhalter im Dateinamenmuster werden aus den CSV-Spaltennamen befüllt. - Markieren Sie unter "Formate" die Ausgabeformate (standardmäßig DST).
- Klicken Sie auf die Schaltfläche "Generate batch". Für jede Zeile wird das Ergebnis aufgelistet: bei Erfolg der erzeugte Dateiname, bei Fehlschlag die Fehlermeldung.
Hinweis — Die Schaltfläche "Generate batch" wird erst aktiv, wenn folgende Bedingungen erfüllt sind: mindestens ein Platzhalter markiert, mindestens eine CSV-Zeile geladen, mindestens ein Format ausgewählt und der Zielordner gefüllt. Achten Sie darauf, dass die CSV-Kopfzeilen exakt gleich wie die Platzhalterschlüssel geschrieben sind; ein nicht übereinstimmender Schlüssel führt zu leerem Text.
Tipp — Ungültige Zeichen in Dateinamen (z. B.
/ \ : * ? < > | ") werden automatisch durch einen Unterstrich ersetzt; deshalb wird der Dateiname nicht beschädigt, selbst wenn Sie diese Zeichen in Namen verwenden.
Farbfilme (Color Films)
Erzeugt ein Farbfilm-PDF mit einer eigenen Seite für jede Garnfarbe des Designs. Es dient dazu, die Farbtrennung zu visualisieren und in der Werkstatt die Farbreihenfolge zu verfolgen.
- Öffnen Sie ein Design mit Farben. Hat das Design gar keine Farben, gibt das Werkzeug den Hinweis "no colors" aus.
- Wählen Sie auf der Seite "Produktion" das Werkzeug "Farbfilme".
- Füllen Sie die Felder "Job ID" (wird standardmäßig automatisch erzeugt) und "Design name" aus.
- Auf der Seite wird angezeigt, wie viele Farben das Design hat und somit wie viele Seiten erzeugt werden (jede Farbe = eine Seite).
- Klicken Sie auf die Schaltfläche "Save PDF" und wählen Sie den Speicherort. Nach dem Speichern wird der Dateipfad auf dem Bildschirm angezeigt.
Arbeitsauftrag (Produktions-Arbeitsauftrag)
Erzeugt für Werkstatt/Bediener ein einseitiges Produktions-Arbeitsauftrag-PDF: Auftragsnummer, Kunde, Liefertermin, Zielmaschine und Design-Übersicht.
- Öffnen Sie das Design und wählen Sie auf der Seite "Produktion" das Werkzeug "Arbeitsauftrag".
- Das Feld "Job ID" wird automatisch befüllt. Eine gültige Auftragsnummer muss Großbuchstaben/Ziffern/Bindestriche enthalten und 6–20 Zeichen lang sein; ist sie ungültig, wird das Feld als fehlerhaft markiert. Mit "Regenerate job ID" können Sie eine neue erzeugen, mit "Copy job ID" in die Zwischenablage kopieren.
- Geben Sie im Feld "Customer" (Pflichtfeld) den Kundennamen ein.
- Wählen Sie "Due date" (Liefertermin) und "Machine" (Zielmaschine). Maschinenliste: Tajima, Brother, Janome, Bernina, Husqvarna, ZSK, Ricoma, Generic.
- Bei Bedarf schreiben Sie in das Feld "File path" den an der Maschine zu verwendenden Dateipfad.
- Klicken Sie auf die Schaltfläche "Save PDF" (bleibt inaktiv, wenn der Kundenname leer und die Auftragsnummer ungültig ist). Der gespeicherte Dateipfad erscheint auf dem Bildschirm.
Quote — Kosten-/Angebotsrechner (Kosten / Angebot)
Berechnet ausgehend von den Stich-, Garn- und Zeitdaten des Designs eine Kostenaufstellung und den dem Kunden zu nennenden Angebotspreis. Die Preistarife werden in einem separaten "Pricing"-Profil gehalten, und die gesamte Berechnung erfolgt anhand dieses Profils.
- Legen Sie zunächst Ihre Preistarife einmalig fest: Der Link "Edit rates" oberhalb des Werkzeugs führt Sie zur Einstellungsseite (
/settings/pricing). Hier geben Sie Währung, Garnkosten pro Meter, Stundensatz für Maschine und Arbeit, Maschinendrehzahl (RPM), Effizienzfaktor, Rüstzeit pro Stück, feste Einrichtungskosten, Materialkosten pro Stück und Gewinnmarge (Markup) ein. Speichern Sie mit "Save". - Öffnen Sie das Design und wählen Sie auf der Seite "Produktion" das Werkzeug "Quote".
- Füllen Sie die Felder "Customer name", "Design name", "Quantity" (Menge) und "Valid until" (Gültigkeitsdatum des Angebots) aus.
- Klicken Sie auf die Schaltfläche "Calculate". In der Tabelle unten wird die Aufstellung angezeigt: Kosten für Garn ("Thread"), Maschine ("Machine"), Arbeit ("Labor"), ggf. Material ("Material") und feste Einrichtung ("Fixed setup"); anschließend Zwischensumme ("Subtotal"), Aufschlag ("Markup"), Gesamt ("Total") und Preis pro Stück ("Per piece").
- Um das Angebot zu dokumentieren, speichern Sie mit "Save PDF" ein PDF.
- Um das Angebot dem Kunden online zu senden, verwenden Sie die Schaltfläche "Web-Freigabe senden" — dies öffnet den unten beschriebenen Freigabe-Link-Ablauf.
Hinweis — Die Zeit- und Kostenberechnung ist eine Schätzung, die auf Maschinendrehzahl, Effizienzfaktor und Standardzeiten für Farbwechsel/Schnitt (Trim) beruht. Die tatsächlichen Produktionszeiten hängen von Maschine, Stoff und Bediener ab. Wie genau das Ergebnis ist, bestimmen Sie, indem Sie Ihre Angebotstarife ("Pricing"-Profil) an Ihre Werkstatt anpassen.
Tipp — Das Währungsformat wird anhand des Währungscodes im Profil angezeigt (z. B. TRY, EUR, USD). Sehen Sie ein falsches Symbol, prüfen Sie das Feld "Currency" auf der Seite "Pricing".
Freigabeformular & Freigabe-Link (Kundenfreigabe — PDF und Weblink)
Bietet zwei Wege, ein Design zur Kundenfreigabe vorzulegen: ein druck-/versendbares Freigabeformular-PDF und einen teilbaren Weblink, den der Kunde im Browser öffnen und freigeben kann. Der Weblink enthält das Vorschaubild des Designs, eine Maß-/Farbübersicht und (falls über Quote aufgerufen) das Angebot; die Entscheidung des Kunden fließt in die App zurück.
- Öffnen Sie das Design und wählen Sie auf der Seite "Produktion" das Werkzeug "Freigabeformular".
- Füllen Sie die Felder "Customer name" (Pflichtfeld), "Kunden-E-Mail", "Design name", "Datum" und "Notizen" aus.
- Geben Sie im Bereich "Order" den Auftragskontext ein: Menge ("Quantity"), Kleidungsstücktyp ("Kleidungsstück" — T-Shirt, Polo, Sweatshirt, Hoodie, Cap/Kappe, Jacket/Jacke, Apron/Schürze, Bag/Tasche, Towel/Handtuch, Other/Sonstiges), Platzierung ("Platzierung" — Brust links/rechts/mittig, Arm links/rechts, Rücken, Nacken, Kragen, Manschette, Tasche, vorne mittig, sonstige), Größe auf dem Kleidungsstück ("Size on garment" — Breite/Höhe), Liefertermin ("Due date") und Stofffarbe ("Garment color").
- Für ein druckbares PDF klicken Sie auf die Schaltfläche "Save PDF" und wählen den Speicherort.
- Für die Online-Freigabe klicken Sie auf die Schaltfläche "Approval link". Im geöffneten Fenster wird ein teilbarer Link erzeugt; mit "Kopieren" können Sie ihn kopieren und dem Kunden senden. Das Fenster zeigt außerdem ein QR-Code-Feld, ein Status-Abzeichen und das Ablaufdatum des Links ("Gültig bis").
- Sobald der Kunde entscheidet, wird der Status automatisch aktualisiert: "Pending" (ausstehend), "Approved" (freigegeben), "Changes requested" (Änderungen angefordert) oder "Rejected" (abgelehnt). Hat der Kunde einen Kommentar hinterlassen, wird dieser unter dem Abzeichen angezeigt.
Windows — Das Erzeugen eines Freigabe-Links erfordert eine Internetverbindung und ein angemeldetes Konto; der Link wird auf dem StitchKit-Server erstellt. Bei einem Netzwerkfehler erscheint im Fenster eine Fehlermeldung. Der Status wird im Hintergrund in regelmäßigen Abständen aktualisiert, solange das Fenster geöffnet bleibt.
Hinweis — Die Schaltfläche "E-Mail" im Formular ist in dieser Version inaktiv ("Demnächst"). Um es dem Kunden zu senden, laden Sie das PDF herunter und versenden es selbst per E-Mail oder teilen Sie den Freigabe-Link.
Tipp — Wenn Sie ihn über "Web-Freigabe senden" im "Quote"-Bildschirm öffnen, enthält der Freigabe-Link auch die Angebotsaufstellung; so kann der Kunde Preis und Design auf einem einzigen Bildschirm sehen und freigeben.