Leinwand bearbeiten

Der Editor-Bildschirm besteht aus drei Bereichen: der oberen Werkzeugleiste (Dateiname, Rückgängig/Wiederholen, Modusauswahl), der Leinwand (Canvas) in der Mitte und den Bereichen rechts/links (Ebenen und Eigenschaften). Hier wählen, positionieren und dimensionieren Sie Ihr Design und stellen die Stichdichte ein. Dieser Abschnitt erklärt, wie die alltägliche Bearbeitung auf der Leinwand abläuft.

StitchKit Editor-Bildschirm: Leinwand, Ebenen- und Eigenschaften-Bereiche

Editor: in der Mitte die Leinwand, rechts der Bereich "Eigenschaften", unten die Werkzeug- und Vorschauleiste.

Auswählen und verschieben

Das Werkzeug Quadrat-Symbol "Auswählen" (Select) in der unteren Werkzeugleiste ist das Standardwerkzeug; es lässt sich auch mit der Taste V aufrufen. So verschieben Sie ein Objekt:

  1. Vergewissern Sie sich, dass in der unteren Leiste das Werkzeug "Auswählen" aktiv ist.
  2. Klicken Sie auf einen Farbblock oder eine bestehende Auswahl und halten Sie die Maustaste gedrückt; StitchKit wählt den angeklickten Block automatisch aus.
  3. Ziehen Sie den Zeiger, um das Objekt an seine neue Position zu bringen, und lassen Sie los.

Durch Ziehen in einem leeren Bereich können Sie einen rechteckigen Auswahlrahmen aufziehen und alle Stiche innerhalb des Rahmens gemeinsam auswählen. Ausgewählte Stiche löschen Sie mit Delete oder Backspace.

Tipp — Um die Auswahl oder das aktive Werkzeug abzubrechen, drücken Sie die Taste Esc. Esc schließt der Reihe nach – beginnend mit der obersten Ebene – die geöffnete Seite, das aktive Werkzeug, die Auswahl und den ausgewählten Block.

Der Bereich "Eigenschaften" (Properties)

Im Bereich "Eigenschaften" rechts stellen Sie die Abmessungen und Transformationen des ausgewählten Designs ein.

  • Abmessungen — "W" / "H" (mm): Breite und Höhe können Sie direkt in Millimetern eingeben. Das Kettensymbol (⛓) zwischen den Feldern sperrt das Seitenverhältnis; ist es gesperrt, ändert sich beim Anpassen eines Maßes das andere proportional mit.
  • "Dichte beibehalten" (∿): Ist diese Schaltfläche aktiv, werden beim Vergrößern des Designs Zwischenstiche eingefügt, sodass es in größerem Format nicht spärlich wirkt. Beim Vergrößern kleiner Designs empfiehlt es sich, sie aktiviert zu lassen.
  • "Winkel (°)" (Angle): Geben Sie den Drehwinkel in Grad ein. Die beiden Schnellschaltflächen daneben drehen das Design um −90° und +90°.
  • "Spiegeln" (Mirror): spiegelt das Design horizontal ("An X spiegeln"), vertikal ("An Y spiegeln").

Im Bereich "Statistik" (Statistics) unten im Panel werden die Gesamtzahl der Stiche, die ungefähre Garnlänge (m) und die geschätzten Kosten ($) angezeigt.

Rahmen (Hoop) und die Passungsanzeige "Status: Fits"

Im Bereich "Rahmen" (Hoop) des Panels "Eigenschaften" wählen Sie den Rahmen, in dem Sie Ihr Design aufspannen. Die Auswahlliste enthält vorgegebene Maße (z. B. "4×4″ — 101×101 mm", "5×7″ — 127×177 mm") und ganz oben die Option "— Kein Rahmen —" (No hoop).

  1. Wählen Sie aus der Auswahlliste den zu Ihrer Maschine passenden Rahmen.
  2. Haben Sie einen rechteckigen Rahmen gewählt, können Sie ihn mit der Schaltfläche daneben um 90° drehen und so eine hochkant/quer liegende Ausrichtung ausprobieren.
  3. Die Schaltfläche zeigt/verbirgt den Rahmenrand auf der Leinwand (Taste H).
  4. Ist ein Rahmen ausgewählt, erscheint in der Zeile "Status" der Passungszustand: "✓ Passt" bedeutet, dass das Design in den Rahmen passt, "⚠ Außerhalb des Bereichs", dass es übersteht.

Das sechsfache Schaltflächenraster unterhalb der Zeile "Status" richtet das Design am Rahmen aus: oben, zentrieren, in den Rahmen einpassen ("Fit"), links, unten, rechts. Sehen Sie "Außerhalb des Bereichs", können Sie das Design mit ⤓ Einpassen auf die Rahmengröße verkleinern oder mit zentrieren.

Die Schaltfläche "Rahmen verwalten" (Manage hoops) öffnet die Rahmenverwaltung; dort können Sie eigene, benutzerdefinierte Rahmenmaße hinzufügen. Die von Ihnen hinzugefügten Rahmen werden gespeichert und erscheinen in der Liste neben den vorgegebenen Rahmen.

Hinweis — Die Passungsprüfung vergleicht den Begrenzungsrahmen des Designs mit dem mittenachsigen Innenmaß des Rahmens. Für einen Randabstand im tatsächlichen Stickvorgang ist es sicherer, das Design nicht ganz an den Rahmenrand zu legen, sondern etwas nach innen zu halten.

Vorschaumodi: Flach / Realistisch / Photoreal

In der Gruppe "Vorschaumodus" (Preview mode) auf der rechten Seite der unteren Leiste wählen Sie, wie das Design dargestellt wird:

  • "Flach" — Flache, schnelle Darstellung. Die Stichlinien werden schlicht angezeigt; beim Bearbeiten ist dies der flüssigste Modus.
  • "Realistisch" — Realistische Garntextur in Aufsicht; vermittelt einen besseren Eindruck, wie die Arbeit auf der Maschine aussehen wird.
  • "Photoreal" — Perspektivische, fotorealistische Vorschau von Stoff + Garn. Dieser Modus erfordert ein höheres Abonnement (Studio); ohne Zugang erscheint auf der Schaltfläche das Abzeichen "PRO" und sie ist nicht auswählbar.

Einstellungen für "Dichte" (Density)

Die Dichteseite steuert, wie eng die Stiche gesetzt werden, und verwaltet die zum Stoff passenden Stabilisierungsstiche. Sie wird über das Werkzeug "Dichte" im linken Bereich geöffnet. Es handelt sich um eine umfangreiche Seite aus mehreren Registerkarten.

Dichteseite: Stoffleiste, Histogramm und Registerkarten

Die Seite "Dichte": oben "Stoff" + "An Stoff anpassen", darunter das Dichte-Histogramm und die Registerkarten.

Einstellung nach Stoff — "An Stoff anpassen"

  1. Wählen Sie in der Auswahlliste "Stoff" (Fabric) oben auf der Seite die Stoffart (z. B. Jersey/knit, Webstoff).
  2. Klicken Sie auf die Schaltfläche "An Stoff anpassen" (Tune to Fabric). StitchKit berechnet Dichte, Unterlage (underlay) und Zugausgleich-Werte für den gewählten Stoff in einem Zug neu.
  3. Wenn Sie eine visuelle Stoffauswahl mit Vorschau wünschen, können Sie über das Assistenten-Symbol (Wand) rechts neben der Stoffleiste den Save2Sew-Assistenten öffnen.

Dichte-Histogramm und "Above limit %"

Über der Registerkarte "Dichte" befindet sich das Histogramm "Dichteverteilung" (Density Distribution). Die Balken zeigen farblich, wie spärlich oder dicht die Bereiche im Design gestickt werden: grün = Dünn (sparse), orange = OK, rot = Dicht (dense).

  • Die gestrichelte senkrechte Linie markiert die Schwelle "Stofflimit" (Fabric limit); das ist die Dichtegrenze, die der gewählte Stoff vertragen kann.
  • Der Wert "Above limit: %X" oben rechts gibt den Anteil der Bereiche an, die über dieser Grenze liegen. Je niedriger dieser Anteil, desto geringer das Risiko von Fadenrissen und Stoffkräuselung.

Registerkarten und Anwenden

Die Registerkarten der Seite verwalten unterschiedliche Sticheinstellungen:

  • "Dichte" — Allgemeiner Dichteregler. Der Wertebereich reicht von 10 (sehr dünn) bis 100 (sehr dicht), 50 ist neutral; beim Schieben aktualisiert sich die Leinwand sofort. Mit dem Kästchen "Nur auf Auswahl anwenden" können Sie die Einstellung nur auf die Auswahl oder auf das gesamte Design anwenden.
  • "Unterlage" — Fixierstiche, die vor den Hauptstichen gesetzt werden (Zickzack, Netz, Kante). Jersey-Stoffe verlangen eine stärkere Unterlage.
  • "Knockdown" — Vorstich, der flauschige Stoffe wie Frottee oder Fleece niederdrückt; einstellbar sind Geltungsbereich (Begrenzungsrahmen / Formverlauf), Richtung, Reihenabstand, Stichlänge und Farbe.
  • "Zugausgleich" — Weitet Formen auf, um das Ziehen des Stoffes auszugleichen. Einstellbar über Betrag (mm) und Glättungsfenster.
  • "Dichtereparatur" — Dünnt übermäßig dichte Bereiche aus und verringert Fadenrisse sowie Materialstau.
  • "Quilten" — Kapitonier-Füllmuster wie Echo, Mäander und Stippling.
  • "Erweitert" — Nur im Modus "Erweitert" sichtbar; bietet unabhängigen Zugausgleich für linke/rechte/obere/untere Kanten (asymmetrischer Ausgleich im Wilcom-Stil).
  1. Wählen Sie die betreffende Registerkarte und stellen Sie die Werte über Regler/Auswahllisten ein.
  2. Klicken Sie unten rechts auf die Schaltfläche "Anwenden", um die Einstellungen ins Design zu übernehmen. Die Schaltflächenbeschriftung richtet sich nach der gewählten Registerkarte (z. B. "Dichte anwenden").
  3. Zum Verwerfen verwenden Sie die Schaltfläche "Abbrechen".

Hinweis — Die Dichtefunktionen sind mit einer "PremiumLock" geschützt, die ein höheres Abonnement erfordert; ohne Zugang zeigt die Seite einen Upgrade-Hinweis.

Der Knoten-Editor (node)

Wenn Sie mit einem Bézier-Pfad (path) eine freie Form zeichnen, können Sie die Steuerpunkte der gezeichneten Kurve visuell auf der Leinwand bearbeiten. Wird im Bézier-Pfad-Bereich "Knoten bearbeiten" gewählt, schließt sich die Seite und auf der Leinwand öffnet sich die Ebene des Knoten-Editors.

  • Durch Ziehen der quadratischen Anker (anchor)-Punkte verschieben Sie die Ecken der Form.
  • Per Rechtsklick auf einen Anker können Sie seinen Typ ändern: "Corner" (Ecke), "Smooth" (weich) oder "Symmetric" (symmetrisch).
  • Durch Ziehen der Griffe (handle) des ausgewählten Ankers stellen Sie die Krümmung der Kurve ein.
  • Durch Klicken auf das Segment zwischen zwei Ankern fügen Sie dazwischen einen neuen Knoten ein.

Ist die Bearbeitung abgeschlossen, verlassen Sie den Editor; die Änderungen werden auf die Bézier-Seite übertragen, von wo aus Sie den Stichmodus wählen und mit "Anwenden" in Stiche umwandeln. Diese Funktion wird zusammen mit dem Bézier-Pfad durch ein höheres Abonnement freigeschaltet.

Ebenen / Farbblöcke

Der Ebenen-Bereich auf der linken Seite listet die Farbblöcke des Designs der Reihe nach auf; in der Kopfzeile erscheint die Gesamtzahl der Farben. Jede Zeile enthält die Blockfarbe, den Namen und die Anzahl der Stiche in diesem Block.

  • Augensymbol (👁): Blendet den Block aus/ein. Ausgeblendete Blöcke werden auf der Leinwand nicht gezeichnet, bleiben aber im Design erhalten.
  • Farbfeld: Ein Klick öffnet die schnelle Garnauswahl; von dort gelangen Sie auch zur vollständigen Farbauswahl.
  • Griff (⠿): Durch Ziehen und Ablegen der Zeile ändern Sie die Stichreihenfolge der Blöcke.
  • Gruppen: Per Rechtsklick auf eine Zeile können Sie mehrere Blöcke gruppieren, die Gruppe umbenennen oder auflösen. Das Augensymbol in der Gruppen-Kopfzeile blendet alle Blöcke der Gruppe gemeinsam aus/ein.
  • Mit der Auswahlliste oben im Bereich können Sie alle Farben in einem Zug einer Garnmarke zuordnen ("Match all to brand") oder Ihre eigene Garnliste importieren.

Rückgängig / Wiederholen (Undo/Redo)

Die Schaltflächen Rückgängig und Wiederholen in der oberen Werkzeugleiste machen die letzten Vorgänge rückgängig oder wenden sie erneut an; ist kein Vorgang verfügbar, werden die Schaltflächen inaktiv. Tastenkürzel:

  • Ctrl+Z (unter macOS ⌘Z) — Rückgängig.
  • Ctrl+Shift+Z (unter macOS ⌘⇧Z) — Wiederholen.

Zoomen und Verschieben (Zoom / Pan)

  • Mit den Lupenschaltflächen in der unteren Leiste zoomen Sie hinein und heraus; am Prozentwert dazwischen sehen Sie die aktuelle Zoomstufe. Über die Tastatur leisten + / − dasselbe, 0 setzt die Ansicht zurück (fit-to-view).
  • Mit dem Hand-Werkzeug (hand) verschieben Sie die Leinwand durch Ziehen; die Taste Leertaste (Space) wechselt vorübergehend zum Hand-Werkzeug. Mit der mittleren Maustaste können Sie außerdem jederzeit verschieben.

Windows — Das Mausrad zoomt die Leinwand hinein und heraus. Zum Verschieben wechseln Sie zum Hand-Werkzeug (Leertaste) oder halten Sie die mittlere Maustaste gedrückt und ziehen.

Tablet — Eine Zwei-Finger-Kneifgeste (pinch) zoomt; ein Ziehen mit zwei Fingern verschiebt die Leinwand. Auf dem iPad dreht eine Zwei-Finger-Drehgeste (twist) die Leinwand und rastet in 15°-Schritten ein.

Editormodus Einfach und Erweitert

Der Schalter "Einfach" / "Erweitert" in der oberen Leiste legt fest, wie viel der Oberfläche angezeigt wird:

  • "Einfach" — Fokussiertes, schlichtes Werkzeugset. Für Einsteiger empfohlen.
  • "Erweitert" — Alle Bereiche und Profifunktionen (z. B. die Registerkarte "Erweitert" der Dichte, PRO-Werkzeuge wie der Knoten-Editor) werden freigeschaltet.

Tipp — Zum schnellen Wechseln zwischen den beiden Modi können Sie das Tastenkürzel Ctrl+Shift+A (unter macOS ⌘⇧A) verwenden. Versuchen Sie im Modus "Einfach", eine gesperrte PRO-Funktion zu öffnen, zeigt StitchKit die Upgrade-Seite an.